Finkes Hof ist Sieger beim Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2021!

Der Bioland-Betrieb Hof Finke GbR im münsterländischen Borken ist mit dem Bundespreis Ökologischer Landbau 2021 ausgezeichnet worden. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner überreichte den beiden Betriebsleitern Johannes Finke und seinem Sohn Maximilian die Auszeichnung auf der diesjährigen digitalen Grünen Woche in Berlin. Der Preis ist mit insgesamt 7.500 Euro pro Sieger-Betrieb dotiert. Im Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau werden jedes Jahr drei Biobetriebe für besondere Betriebskonzepte und weitergehende Leistungen für den Ökolandbau und die Region ausgezeichnet.

Der Finkes Hof überzeugte die Jury durch ein besonders nachhaltiges Konzept zum Bio-Gemüseanbau und wurde dafür in der Kategorie „Ressourcenschutz, Naturschutz und Landschaftsgestaltung“ ausgezeichnet. Johannes und Maximilian Finke bauen auf 95 Hektar ein breites Gemüsesortiment an, das von Kohl und Möhren über Porree und Pastinaken bis zu Rote Bete und Zwiebeln reicht.

Gruppenbild vor dem Hofladen.

Gruppenbild vor dem Hofladen.

Investitionen in modernste Aussaat- und Düngetechnik
Um auf den leichten Sandböden der Region den Stickstoffaustrag ins Grundwasser zu minimieren, haben Johannes Finke und sein Sohn Maximilian ein eigenes Konzept für die Fruchtfolge entwickelt und in modernste Anbau-, Aussaat- und Düngetechnik investiert.

Die zum Teil hohen Restmengen an Stickstoff nach der Gemüseernte werden organisch gebunden und vor der Auswaschung geschützt, indem die Betriebsleiter anschließend ein Gemenge aus Leguminosen und Roggen oder Sandhafer anbauen. Damit sich beide Kulturen im Gemenge gut entwickeln und den vorhandenen Stickstoff optimal aufnehmen, werden sie mit satellitengestützter Sätechnik getrennt in schmalen Streifen gesät.

Düngerablage direkt an der Pflanze
Auch bei der Düngerausbringung setzen Johannes und Maximilian Finke auf anspruchsvolle Technik. Pneumatisch gesteuert legt das Düngegerät den biologischen Stickstoffdünger vor der Pflanzung unter der Reihe im Boden ab. In späteren Wachstumsphasen erfolgt die Düngerablage immer bodennah, direkt an den Pflanzen. So werden mögliche Stickstoffverluste vermieden und eine effiziente Aufnahme durch die Pflanzen sichergestellt.

Wie wirksam das Stickstoff-Konzept der Familie Finke ist, lässt sich an den aktuellen Nitratwerten im Grundwasser ablesen. Nach 30 Jahren ökologischer Bewirtschaftung konnte der Nitratgehalt im hauseigenen Brunnen um 40 bis 50 ppm gesenkt werden. Der Betrieb ist seit 2014 einer der sieben ökologischen WRRL- Modellbetriebe, ein Projekt der Landwirtschaftskammer NRW. Ziel des Projektes ist es Fragestellungen zum Grundwasserschutz zu bearbeiten und in die landwirtschaftliche Praxis zu tragen. Der Finkes Hof spielt hierbei im Projekt einen Vorbild-Charakter.

Ministerin Julia Klöcker lobt Preisträger-Betriebe
Nach Einschätzung der Jury ist es dem Finkes Hof gelungen, unter schwierigen Rahmenbedingungen auf sehr leichten Böden einen innovativen Bio-Betrieb mit dem Schwerpunkt Gemüsebau zu etablieren und zukunftsfähig aufzustellen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner betonte bei der Preisübergabe, man könne und solle sich an allen drei Preisträger-Betrieben ein Beispiel nehmen. Denn sie würden den ökologischen Landbau besonders innovativ und vorbildlich voranbringen.

Die Preisträger Johannes und Maximilian Finke.

Die Preisträger Johannes und Maximilian Finke.

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