Wechsel bei Rapunzel

Statt Dinkel-Nudeln sind jetzt die Emmer-Nudeln im Verkaufsregal.

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Emmer: Das Ur-Getreide für perfekte Pasta al dente

Was ist Emmer überhaupt?

Emmer (Triticum dicoccum) ist eine der ältesten Getreidearten überhaupt. Er gehört wie Dinkel zur großen Familie der Weizengetreide und ist somit ein Verwandter unseres Brotweizens, allerdings ein weit entfernter Verwandter. Kreuzungen zwischen Emmer und Weizen sind nicht möglich.

Emmer stammt ursprünglich aus dem fruchtbaren Halbmond, ein Gebiet, welches Teile des heutigen Syriens sowie des Iran und Irak umfasst.

Er stellte neben dem Einkorn die Hauptkohlenhydrat- und Mineralstoffquelle der menschlichen Nahrung dar. Bis ins Mittelalter war Emmer eine wichtige Getreideart in Europa, wurde dann aber nach und nach von den ertragsstärkeren Arten Dinkel und Brotweizen verdrängt.

Emmer ist wie Dinkel ein Spelzgetreide, das bedeutet, dass das Korn in der Spelze fest eingeschlossen ist und bei der Ernte auch darin verbleibt. Erst in einem separaten Arbeitsschritt in der Mühle werden die Körner entsetzt. So verbleibt das Korn vollkommen geschützt in seinen Hüllen bis in die saubere Mühle und sollte somit von weniger Luftschadstoffen oder Keimen als Weizenkörner besiedelt sein.

Aktuell wird Emmer nur in einem geringen Umfang angebaut – von Spezialisten und Liebhabern. Aber die Nachfrage wächst, völlig zurecht.

Für den Landwirt stellt er eine neue Sorte dar, die seine Fruchtfolge bereichert und somit die Biodiversität auf den Feldern erhöht. Das sichert nicht nur langfristig gegenüber Krankheitsepidemien und Klimaänderungen auf dem Feld, sondern bietet nebenbei Lebensraum für viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere. Das lange Emmerstroh bietet ihnen Schutz. Emmeranbau ist also aktiver Umweltschutz.  Emmer kann durchaus auf schlechteren Böden oder später in der Fruchtfolge gedeihen.

 

Besondere Inhaltsstoffe

Mineralstoffe, Vitamine und Verträglichkeit – besser als beim Weizen?

Vollkornemmer ist wie Dinkel sehr reich an Mineralstoffen, z.B. Eisen, Zink, Selen und Mangan, die der menschliche Körper nicht selber bilden kann und die somit durch die Ernährung aufgenommen werden müssen. Zudem liefert Vollkornemmer wichtige sekundäre Inhaltstoffe. So findet sich sehr viel Vitamin E im Emmerkeimling, welches als Radikalfänger gegenüber Oxidantien wirkt und somit im menschlichen Körper wichtige Zellstrukturen schützt.

Eine  um 10 bis 20 Prozent höhere Konzentrationen von Folsäure wurde im Emmer im Gegensatz zu Brotweizen nachgewiesen.

 

Die häufigsten Fragen

Ich vertrage keinen Weizen, daher habe ich bei Pasta immer die Variante aus Dinkel gewählt und damit gute Erfahrungen gemacht. Kann ich auch Emmer-Pasta verwenden?

Eine bessere Verträglichkeit von Dinkel und Emmer gegenüber Weizen ist wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen. Dennoch berichten viele Menschen von einer besseren Verträglichkeit dieser ursprünglichen Getreideart im Vergleich zu Weizen. Wenn Sie in der Vergangenheit die Dinkel-Pasta gut vertragen haben, werden Sie auch mit der Emmer-Pasta gute Erfahrungen machen.

 

Welche Getreidesorten zählen zu den sogenannten Ur-Getreiden?
Zu den Ur-Getreidesorten zählen Einkorn, Emmer, Dinkel und Kamut.

Warum wird Emmer auch als „Sommerdinkel“ bezeichnet?
Sommerdinkel ist der volkstümliche Name für Emmer. Warum dieser im Volksmund so bezeichnet wurde, kann heute leider niemand mehr mit Sicherheit sagen. Jedoch zeigt es die lange Anbaugeschichte des Ur-Getreides in Deutschland.

Ist Emmer ein Winter- oder Sommergetreide?
Emmer gibt es sowohl als Sommer- als auch als Wintergetreide. Der Emmer für die Rapunzel Pasta wird im November ausgesät und im Juli geerntet. Es ist somit ein Wintergetreide.

Was sind die Vorteile von Emmer gegenüber Dinkel?
Die enge Verwandtschaft des Emmers zum Hartweizen macht ihn zum perfekten Getreide für original italienische Pasta. Sein festeres Korn im Vergleich zu Dinkel gibt der Pasta den perfekten al-dente-Biss. Der Mineralstoff- und Proteingehalt dieser beiden Getreide ist sehr hoch, aber durchaus vergleichbar.

Wie unterscheidet sich Emmer-Pasta von Hartweizen-Pasta?
Emmer-Pasta hat eine etwas dunklere, gelblichere Färbung. Sie schmeckt leicht nussig und aromatischer als die klassische Hartweizen-Pasta. Hinsichtlich der Kocheigenschaften sind beide Sorten vergleichbar.

Was ist der Vorteil des Spelzgetreides Emmer?
Das Emmerkorn ist in einer harten Spelze geschützt. Dies war bei den primitiven Lagerbedingungen der frühen Landwirtschaft von großem Vorteil. Auch heute hat die Spelze einen wichtigen Nutzen – sie schützt das Korn vor schädlichen Umwelteinflüssen und Pilzbefall.

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