Brie contra Camembert

Vor nicht so langer Zeit habe ich Brie und Camembert in die Käsetheke eingeräumt.
Promt fragte mich eine Kundin nach den Unterschieden! 

Ursprünglich war es ganz einfach – der Herstellungsort hat den Namen bestimmt – Brie ist eine Region östlich von Paris und Camembert ist ein Ort in der Normandie.
Die Namen waren nicht geschützt und so verbreiteten sich die beiden Weichkäse mit weißen Edelpilz.

Und heute? Womit unterscheiden sich die beiden?

Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Größe:
In Frankreich muss ein „Camembert“ einen Durchmesser von 10,5 bis 11 cm haben, in Deutschland wiegt ein Camembert von 80 bis 400g.

Ein Brie in Frankreich hat ein Durchmesser von 22 – 38 cm. Die Brie-Spitzen, die aus dem Laib geschnitten sind, dürfen auch „Brie“ heißen. In Deutschland wiegt ein Brie zwischen 1 und 3 kg.

Durch die Größe wird das Verhältnis von Käseteig zu der Rinde mit dem Edelpilz bestimmt. Alle Faktoren also: Größe, Herstellung und Reife beeinflussen das Käsearoma. Bei Brie spricht man von Haselnussaromen, während die Aromen des Camembert´s uns an den Blumenkohl erinnern.

Übrigens: Beide – Brie und Camembert – gibt es auch als „Petit“/kleine Version.